Warum die Stille manchmal siegt…

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Hallo Ihr Lieben,

lange war es nun wieder einmal ruhig hier bei mir auf dem Blog. Ich möchte euch heute erzählen, warum die Stille einfach manchmal siegt. Also ein Beitrag ganz ohne Rezept, dafür mit Gefühl und Persönlichkeit.

Als ich meinen Blog Anfang des Jahres ins Leben gerufen habe, da wollte ich mein Hobby und meine Leidenschaft gerne mit anderen teilen und nicht nur meinen Schatz und meine Familie damit „nerven“. Neben dem Backen und Kochen schreibe ich unheimlich gerne. Gedichte und auch der Versuch ein Buch zu schreiben waren schon dabei. Manchmal bereue ich es auch ein wenig, nicht doch Journalismus studiert zu haben… Aber mein Blog gibt mir nun die Möglichkeit, meine Leidenschaften miteinander zu verbinden. Und doch ist es hier oft ruhig.

Warum ist das so? Zwei große Punkte tragen zu dieser Stille bei. Ich habe lange überlegt (und auch schon mehrere Artikel wieder gelöscht), ob ich so einen Beitrag schreiben und veröffentlichen möchte. Denn er ist doch sehr persönlich. Aber jetzt gerade, nach dieser „Ruhepause“, habe ich mir gedacht, ich erzähle euch von diesen Punkten.

Seit März diesen Jahres, also kurz nach Beginn meiner „Blogger-Karriere“, habe ich einen neuen Job. Ich bin nun Abteilungsleiterin in einem mittelgroßen 4 Sterne Superior Hotel. Wahnsinnig habe ich mich auf diese neue Aufgabe und Herausforderung gefreut. Und es macht auch immer noch sehr viel Spaß. Aber die Arbeit vereinnahmt mich doch sehr viel mehr, als ich es am Anfang gedacht habe. Neben dem, insgesamt 120km, langen Fahrtweg ist auch die Arbeitszeit an manchen Tagen sehr lang. So schaffe ich es nicht regelmäßig Artikel zu schreiben oder gar zu kochen und zu backen. Oder es gibt keine Bilder… Aber das pendelt sich bestimmt auch mal wieder ein.

Der zweite Punkt ist doch sehr persönlich, trägt aber auch dazu bei, dass ich nicht so viel koche und backe, wie ich gerne würde. Anfang des Jahres  (etwa Mitte Februar) verlor ich meinen Geruchs- und Geschmackssinn (Anosmie). Der Auslöser dafür war wohl eine nicht auskurierte Erkältung. Viren haben dann die Geruchs- und Geschmacksnerven zerfressen, die sich nun nicht mehr nachbilden. Bisher konnte man mir keine großen Hoffnungen auf Besserung machen. Dieser Verlust beeinträchtigt mich nicht nur beim Bloggen, sondern auch beruflich und natürlich ganz besonders privat. Denn ich kann mein Essen nicht mehr richtig genießen. Ich schmecke auch nicht, wenn etwas verdorben ist. Auch andere Gerüche, wie z.B. eine volle Katzentoilette, Schweißgeruch o.Ä. rieche ich nicht. Ich bin daher sehr auf die Menschen in meinem Umfeld angewiesen. Ganz besonders auf meinen Schatz. Er ist nun mitverantwortlich in unserer Küche. Denn er ist der „Abschmecker“. Damit ihm alles gut schmeckt, muss er es final abschmecken. Und das macht er wirklich super. Er ist es aber auch, der Dinge bewertet, die er nicht abschmecken musste. Marmelade, Kuchen etc. darf er nun Verkosten und sein Votum darüber abgeben.

Ich hoffe sehr, dass mein Geruchs- und Geschmackssinn vielleicht doch irgendwann wieder zurückkommen. Damit ich mein Leben wieder riechen und schmecken kann. Denn es hat mir wirklich einen großen Teil meiner Lebensfreude genommen, die ich gerade versuche wieder zurück zu erlangen. Mein Motto: Geschmack ist nicht das was zählt, sondern die Konsistenz!

Ich hoffe sehr, dass euch dieser Beitrag gefallen hat und ich euch ein wenig näher bringen konnte, warum es eben nicht immer etwas zu lesen gibt bei mir. Jetzt aber genug persönliches geschrieben. Es warten noch einige Rezepte darauf, endlich abgetippt zu werden. Ich hoffe, ihr bleibt mir trotz stiller Zeiten weiterhin treu.

 

Eure Genussfreundin

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